Schüleraustausch – Luxus oder Bildung?

Internationaler Schüleraustausch – ist das nicht ein alter Hut? Schließlich können Kinder und Jugendliche heutzutage über das Internet mit Menschen aus aller Welt kommunizieren. Reisen in ferne Länder gehören für viele zum Urlaubsalltag. Und interkulturelles Lernen – das kann man doch auch in seiner Heimatstadt erleben. Frei nach dem Motto: Berlin-Neukölln trifft Berlin-Zehlendorf. Und was ist mit dem Lernstoff, den die Jugendlichen in dieser Zeit in der Schule verpassen? Ist es in Zeiten von Zentralabitur und G8 nicht unzumutbar, Schülerinnen und Schüler für ein oder zwei Wochen aus der Schule zu nehmen? Und nicht zuletzt: Vor allem Gymnasiastinnen aus der sogenannten Mittelschicht nehmen an Schülerbegegnungen teil – Jugendliche also, die doch sowieso schon weltoffen sind. Ist Schüleraustausch also nicht überflüssiger Luxus, der auch noch vom Staat unterstützt wird? Oder doch notwendiger Bestandteil von Bildung?