Regionalkonferenz Nordrhein-Westfalen

Gemeinsam Ideen und Wege zu gelingendem internationalem Austausch zu entdecken, war das Anliegen der ersten Regionalkonferenz „Austausch macht Schule“, die am 9. März 2017 in Düsseldorf stattfand.

Eröffnung durch NRW-Schulministerin Löhrmann

Quelle: MSW NRW / Benjamin Verhoeven

Eröffnung durch Ministerin Löhrmann

Zur Eröffnung begrüßte die nordrhein-westfälische Schulministerin Sylvia Löhrmann die rund 100 Gäste im Ministerium für Schule und Weiterbildung und betonte die Bedeutung von Austausch angesichts anstehender gesellschaftlicher Herausforderungen: „Die Antworten auf die aktuelle Situation in der Welt heißen Offenheit, Toleranz und Begegnung. Internationaler Austausch im Schul- und Jugendbereich leistet dazu einen wichtigen Beitrag, weil er Räume für Begegnungen und Verständnis für kulturelle Verschiedenheit schafft. Mein Wunsch als Schulministerin ist es, dass noch mehr Schülerinnen und Schülern die Teilnahme an internationalen Austauschen ermöglicht wird.“

Unter dem Motto „Jeder Schülerin/jedem Schüler die Möglichkeit geben, an internationalem Austausch teilzunehmen“ fand ein reger Austausch von Schulleitungen und Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern, Eltern sowie Akteuren der außerschulischen Jugendarbeit statt. Insgesamt nahmen 15 Schulen aus ganz Nordrhein-Westfalen teil, die fast alle durch ein vierköpfiges Team vertreten waren, um das Thema „Internationaler Austausch“ aus den unterschiedlichen Perspektiven von Schulleitung, Lehrkraft, Eltern sowie Schülerin und Schüler zu beleuchten. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie internationaler Austausch nachhaltig im Schulalltag verankert werden kann.

In Workshops am Vormittag erarbeiteten die Teilnehmenden ihre Fragen und Zugänge zum Thema, zunächst in separaten Runden. Die hier entstandenen ersten Ideen und Vorschläge wurden dann in gemischten Workshops gesammelt und gemeinsam mit den außerschulischen Akteuren diskutiert. Auf diese Weise wurden Ansätze und Wege zu gelingendem Austausch zusammengetragen. Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung bestätigten, dass jeder, der an internationalem Austausch teilnimmt, selbstsicherer und aufgeschlossener wird. So etwa ein Schüler einer Förderschule, der bei gemeinsamen Musikprojekten seiner Schulband mit Schülern eines Heilpädagogischen Zentrums in Russland mit Gleichaltrigen im Partnerland die Musik als gemeinsame Sprache entdecken konnte: „Es war gar nicht wichtig, ob ich Russisch oder mein Partner Deutsch sprechen konnte“. Eine Reihe gelungener Beispiele auf der Konferenz zeigte, dass internationaler Austausch an allen Schulformen und in jeder Altersgruppe möglich ist.

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Quelle: MSW NRW / Benjamin Verhoeven

Ministerin Löhrmann gemeinsam mit Trägern und Förderern der Initiative „Austausch macht Schule“

Zum Abschluss erläuterten die Förderer der Initiative, warum sie sich für die Stärkung des internationalen Austauschs im Rahmen der schulischen Ausbildung einsetzen.

Prof. Dr. Joachim Rogall, Geschäftsführer der Robert Bosch Stiftung, erklärte: „Eine Auslandserfahrung fördert globales Verantwortungsbewusstsein, Wertschätzung von Vielfalt und aktive Bürgerschaft. Darum ist es uns ein großes Anliegen, möglichst allen Jugendlichen ein solches Lernfeld zu eröffnen. Und wo, wenn nicht in der Schule, haben wir die Möglichkeit, sie zu erreichen?“

Michael Schwarz, Geschäftsführer der Stiftung Mercator, sagte: „Durch unsere Stiftungsarbeit wissen wir, dass Austauschprogramme einen positiven Einfluss auf die persönliche Entwicklung von Schülerinnen und Schülern haben. Wir setzen uns dafür ein, allen Jugendlichen unabhängig von Schulform und sozialer Herkunft einen Auslandsaufenthalt zu ermöglichen“.

Die Veranstaltung wurde gemeinsam von der Initiative „Austausch macht Schule“ und dem Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen organisiert. Die Initiative wird bei ihrem Engagement für eine Stärkung des internationalen Schüler- und Jugendaustausches in der schulischen Bildung seit längerem durch das nordrhein-westfälische Schulministerium ausdrücklich unterstützt. Gemeinsam möchten alle Beteiligten Hindernisse benennen, Bedarf identifizieren und Lösungsvorschläge erarbeiten, damit noch mehr Schülerinnen und Schüler an internationalen Austauschprojekten teilnehmen können.

Die Veranstaltung wurde gefördert durch die Stiftung Mercator und die Robert Bosch Stiftung.

Hier sehen Sie eine kleine Auswahl an Eindrücken von der Konferenz!
©MSW NRW / Benjamin Verhoeven / Nina Golombek

Die Veranstaltung wurde gefördert durch die Stiftung Mercator und die Robert Bosch Stiftung.