Zukunftsforum 2013

Stärkung des internationalen Schüleraustauschs und Nutzung seiner Potentiale für Schule und Unterricht

Mit diesem Anliegen kamen die bilateralen Austauschorganisationen und der Pädagogische Austauschdienst (PAD) des Sekretariats der Kultusministerkonferenz 2013 zusammen. Inzwischen entstand aus diesem Fachaustausch die Initiative „Austausch macht Schule“. Gemeinsames Ziel war es von Anfang an, Schulen zu ermutigen, internationale Austauschmaßnahmen nachhaltig im Schulalltag zu verankern, um dadurch Selbstsicherheit, Teamfähigkeit, Weltoffenheit und Sprachkompetenz der Schülerinnen und Schüler zu festigen.

Die Auftaktkonferenz 2013

Den Auftakt bildete eine Konferenz, die am 7. und 8. Oktober 2013 in Berlin unter dem Titel „Austausch macht Schule“ stattfand. Als Ergebnis dieses Zukunftsforums verabschiedente die Teilnehmenden zehn Thesen für den Schüleraustausch formuliert, die der weiteren Diskussion Impulse geben sollen.

©Franz Brück

Rund 70 Praktiker, Fachleute und Wissenschaftler diskutierten zwei Tage lang über das Thema internationaler Schüleraustausch. Im Vordergrund stand dabei der Austausch als wichtiger Lernort und seine Einbindung in das Bildungssystem. Die Voraussetzungen zur Organisation von Schüleraustausch wurden ebenso beraten wie die Frage danach, welche Kompetenzen Lehrkräfte benötigen, damit der Austausch seine volle Wirkung entfalten kann. In drei Dialogrunden haben die Konferenzteilnehmerinnen und -teilnehmer ihre Erfahrungen, ihr Fachwissen und ihre Empfehlungen rund um das Thema Schüleraustausch zusammengetragen.

„Austauschprogramme und Schulpartnerschaften fördern die grenzüberschreitende Mobilität junger Menschen, das Verständnis füreinander sowie Toleranz und Aufgeschlossenheit. Interkulturelle Erfahrungen werden für die persönliche und berufliche Entwicklung der Jugendlichen immer wichtiger“, betonte Udo Michallik, Generalsekretär der Kultusministerkonferenz, zum Auftakt der Veranstaltung.

Was wurde erreicht?

Die zehn Thesen wurden daraufhin in den Gremien der an „Austausch macht Schule“ beteiligten Organisationen diskutiert. Sie gelten heute als Konsens und dienen als Basis für gemeinsame Anstrengungen zugunsten des internationalen Schüleraustausches in Deutschland.

Die Initiative ging mit einer Dialogkonferenz am 29. und 30. September 2015 in Berlin in eine zweite Runde. Die Veranstaltung in der Berliner Repräsentanz der Robert Bosch Stiftung befasste sich unter anderem mit der Qualifizierung von Lehrkräften zur Durchführung von internationalen Begegnungen (siehe Thesen 9 und 10) und erarbeitete damit Perspektiven, wie Schüleraustausch in der Lehrerbildung verankert werden kann.

Alle Fotos ©Franz Brück