Gemeinsam stark für internationalen Schüleraustausch

Internationaler Austausch muss selbstverständlicher Teil der schulischen Bildung werden. Jede Schülerin und jeder Schüler sollte einmal die Möglichkeit erhalten, an einem Austausch teilzunehmen. Die Begegnung mit Gleichaltrigen aus anderen Ländern sollte zu jedem schulischen Bildungsweg gehören und bei Lehrkräften, in Schulen und in Lehrplänen muss der internationale Austausch einen höheren Stellenwert erhalten.

Um diese Ziele zu erreichen, haben sich die Fach- und Förderstellen für internationalen Schulaustausch und Jugendarbeit in Deutschland und der Pädagogische Austauschdienst (PAD) des Sekretariats der Kultus­minister­konferenz in der Initiative „Austausch macht Schule“ zusammengeschlossen. Sie werden unterstützt von Bundes- und Landesministerien, Trägern der Jugendarbeit sowie anderen Organisationen und Programmen. Die Förderer Robert Bosch Stiftung und Stiftung Mercator beteiligen sich an der inhaltlichen Weiterentwicklung und Finanzierung der Initiative.

Gemeinsam setzen sich alle dafür ein, dass internationaler Schüleraustausch im Bildungssystem und in der Öffentlichkeit nachhaltig verankert und als wertvoller und wesentlicher Bildungsort dauerhaft unterstützt wird.

Austausch, den wir wollen

Die Teilnahme an internationalen Begegnungen fördert Selbstsicherheit, Teamfähigkeit, Weltoffenheit und Sprachkompetenz. Sie ist deshalb für Kinder und Jugendliche sehr wichtig. Internationale Erfahrungen, wie sie durch den Austausch mit anderen Ländern und Kulturen möglich gemacht werden, wecken gerade bei Schülerinnen und Schülern deren Potential, sich für andere und mit anderen zu engagieren. Angesichts der Herausforderungen unserer Zeit sind die gesellschaftlichen Wirkungen von Austausch von enormer Bedeutung.

Heute haben bei Weitem nicht alle Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, an einem internationalen Austauschprojekt teilzunehmen. Austausch an Schulen ist oft nur möglich, weil sich einzelne Lehrkräfte überdurchschnittlich engagieren. Dieser Einsatz wird aber zu wenig gewürdigt. In der Bildungspolitik und innerhalb einzelner Schulen wird dem internationalen Schüleraustausch noch eine zu geringe Bedeutung beigemessen. Der Wert, den die Teilnahme an einem internationalen Austausch für Schülerinnen und Schüler hat, wird aber nicht in ausreichendem Maße sichtbar gemacht und anerkannt.

»Austausch macht Schule«

  • will den Zugang zu Informationen über Planung, Förderung und Durchführung von Austauschmaßnahmen verbessern,
  • unterstützt engagierte Schulen, Lehrkräfte und Organisatoren bei Vorbereitung und Realisierung ihrer Vorhaben,
  • wirbt bei Entscheidern in Politik und Verwaltung für den Ausbau von Austausch,
  • tritt in der Öffentlichkeit für einen höheren Stellenwert von internationalem Austausch ein.

Wie wir arbeiten

Um ihre Ziele zu erreichen und Ressourcen gemeinsam effizienter zu nutzen, haben die Träger der Initiative 2016 eine enge Kooperation vereinbart. Zusammen unternehmen sie konkrete Aktivitäten, um in der Öffentlichkeit das Bewusstsein für internationalen schulischen Austausch zu steigern.

Am Standort der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch wurde ein Transferbüro eingerichtet, das die gemeinsamen Aktivitäten koordiniert.

Die Initiative „Austausch macht Schule“ wird durch die Robert Bosch Stiftung und die Stiftung Mercator gefördert.