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Aus der Bildungspolitik

Internationaler Jugend- und Schüleraustausch als Bildungsstandard

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Informationsreise „Herz, Hand und Kopf“ 2022 für politische Entscheiderinnen und Entscheider
Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Informationsreise "Herz, Hand und Kopf 2022"

Vom 11. bis 14. September haben das Deutsche Youth for Understanding Komitee - YFU und die Initiative „Austausch macht Schule“ politische Entscheidungsträger*innen aus ganz Deutschland zu der Informationsreise „Herz, Hand und Kopf. Internationaler Jugend- und Schüleraustausch als Bildungsstandard“ nach Nizza eingeladen.

Während dreier Tage hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, mehr über das Feld des internationalen Jugendaustauschs zu erfahren und sich über Möglichkeiten zu informieren, auf bildungspolitischer Ebene zu mehr Bildungsgerechtigkeit im Schüleraustausch beizutragen. Gefördert wurde die Informationsreise von der Stiftung Mercator.

Im Mittelpunkt des vielfältigen Programms der Reise stand die Frage, wo es im Jugend- und Schüleraustausch zu Bildungsungerechtigkeiten kommt und wie die Zugangsmöglichkeiten verbessert werden können. Die teilnehmenden dreizehn Abgeordneten, die vier Parteien aus zehn Bundesländern vertraten, erhielten zunächst ein Überblick über die unterschiedlichen Angebote an Mobilitätsprogrammen und sprachen über deren Wirkungspotenzial für junge Menschen. Denn – darüber waren sich alle schnell einig – die Herausforderungen unserer Zeit können nur gelöst werden, wenn wir über nationale und kulturelle Grenzen hinweg erfolgreich zusammenarbeiten.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Informationsreise „Herz, Hand und Kopf 2022“ im Deutsch-Französischen Kulturzentrum Nizza

Ein vorrangiges bildungspolitisches Anliegen muss es deshalb sein, jungen Menschen die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten mit auf den Weg zu geben, damit sie ihrer Verantwortung für die Gestaltung der Welt von morgen gerecht werden können. Entsprechende Voraussetzungen vermittelt internationaler Jugendaustausch – und sollte daher fester Bestandteil der Bildungsbiographie aller Jugendlichen sein.

Wie genau man Zugänge schaffen und Hürden abbauen kann, darum ging es in den Themenblöcken der folgenden Tage. Durch spannende Impulsvorträge, Diskussionsbeiträge und Berichte von Teilnehmerinnen und Teilnehmern an einem internationalen Austausch konnten sich die Politiker*innen schnell ein umfassendes Bild der aktuellen Lage machen. In anregenden Gesprächen und Diskussionsrunden wurden die „Knackpunkte“ für mehr Bildungsgerechtigkeit definiert, und im gleichen Zuge auch eine Vielzahl an Lösungsansätzen erarbeitet oder weiterentwickelt. Dazu zählen zum Beispiel die Förderung von Peer-to-Peer Angeboten an Schulen, eine stärkere Verankerung von Mobilitätserfahrungen in der Lehrkräfteausbildung und eine systematischere Zusammenarbeit von Schulen und gemeinnützigen, außerschulischen Trägern, die durch ihre Erfahrung und Expertise Schulen unterstützen können.

Teilnehmende Abgeordnete aus Deutschland im Stadtparlament von Nizza während der Informationsreise "Herz, Hand und Kopf 2022"

Als offizieller Teil des Programms stellte der Empfang durch die stellvertretenden Bürgermeisterin von Nizza, Dr. Christiane Amiel, einen besonderen Höhepunkt des Programms dar. Doch neben diesen offiziellen Anlässen gab es viel Raum für persönliche Gespräche und kleinere Erkundungstouren durch Nizza und die Umgebung.

Bis zur Abreise am 14. September konnten alle Beteiligten nicht nur an einer gewinnbringenden Veranstaltung mit vielen neuen Impulsen teilnehmen, sondern sich in freundschaftlicher und offener Atmosphäre über Parteigrenzen hinweg zu Fragen von Bildung und internationalem Austausch verständigen.

„Austausch macht Schule“ und YFU danken allen Teilnehmenden sowie den referierenden Expert*innen für die gute Zusammenarbeit und großartige Unterstützung. Wir freuen uns schon darauf, in Zukunft gemeinsam etwas zu bewegen und zu mehr Bildungsgerechtigkeit in Deutschland beizutragen.

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