Praxisimpulse Demokratiebildung

Untertitel
Beiträge der UNESCO-Projektschulen
Praxisimpulse zur Demokratiebildung. Beiträge der UNESCO-Projektschulen. Deutsche UNESCO-Kommission, 2021
Autor/in
Deutsche UNESCO-Kommission (Hrsg.) (2021)
ISBN
978-3-947675-08-1
Umfang
148
Sprachen
deutsch

Mit Beispielen aus über 40 UNESCO-Projektschulen gibt die Publikation einen facettenreichen und aktuellen Einblick zur Demokratiebildung in den Schulen des Netzwerks. Die einzelnen Praxisbeispiele werden dabei mit ihren Schnittstellen – zum Beispiel im Kontext der Bildung für nachhaltige Entwicklung, des digitalen Lernens oder der kulturellen Bildung – vorgestellt und entfaltet. Damit bietet der Band auf 146 Seiten in zehn Kapiteln Anregungen und Impulse, die zum Mitmachen, Vernetzen und Nachdenken einladen.

Ob im Einsatz für eine global gerechte Verteilung der Impfstoffe gegen das Coronavirus oder die Auseinandersetzung mit der Bedeutung Sophie Scholls für die Gegenwart – UNESCO-Projektschulen machen sich stark für eine vielfältige, gerechte und demokratische Gesellschaft. Die Publikation bündelt Beispiele aus der schulischen Praxis der vergangenen zwei Jahre, die jüngsten Beispiele stammen mit den Aktivitäten an UNESCO-Projektschulen zum Internationalen Tag der Pressefreiheit aus dem Mai 2021.

Die einzelnen Kapitel der „Praxisimpulse zur Demokratiebildung“ werden durch zentrale Texte, Interviews und Auszüge – etwa aus Dokumenten der UNESCO und der Kultusministerkonferenz – gerahmt. Damit gewinnen die einzelnen Beispiele eine zusätzliche Perspektive im Sinne einer nachhaltigen Schulentwicklung mit dem Ziel demokratischer und weltoffener Schulen, die die Schülerinnen und Schüler zum Handeln befähigen und ermutigen.

„Demokratiebildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung tragen wesentlich zur Entwicklung neuer Lernkulturen im Sinne eines tiefgreifenden Wandels der Schule bei. Dabei geht es um die Förderung der Partizipation von Schülerinnen und Schülern ebenso wie um die Stärkung und Ermutigung der Lehrkräfte, eigene Wege des projektorientierten und fächerübergreifenden Arbeitens zu gehen“, heißt es in einem einleitenden Beitrag von Klaus Schilling, Bundeskoordinator der UNESCO-Projektschulen.

Dem Band vorangestellt finden sich ein Grußwort der Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Frau Ministerin Britta Ernst, und ein Vorwort der Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, Frau Prof. Dr. Maria Böhmer. Zur einleitenden Auseinandersetzung mit der Praxis der Demokratiebildung enthält die Publikation ein Interview mit Frau Prof. Dr. Sabine Achour von der Freien Universität Berlin sowie einen Auszug der 2018 durch die Kultusministerkonferenz verabschiedeten Empfehlung zur Demokratiebildung.

Eigenes Augenmerk in der Publikation erfährt die Bildung für nachhaltige Entwicklung mit ihrem starken Fokus auf der Partizipation von Jugendlichen und der Entwicklung neuer Lernkulturen – nicht zuletzt auch im Kontext des aktuellen UNESCO-Programms „BNE 2030“ und der Berliner Erklärung der BNE-Weltkonferenz im Mai 2021.

Hintergrund

Das UNESCO-Schulnetzwerk nimmt seit 1953 mit seinen weltweit mehr als 11.500 Projektschulen in über 180 Staaten eine herausragende Stellung als Akteur und Impulsgeber im Schulbereich ein. Das Netzwerk der UNESCO-Projektschulen in Deutschland besteht aus rund 300 Schulen und Bildungseinrichtungen. Darin sind alle Schultypen und Bundesländer vertreten. Ihre zentralen Ansätze sind Demokratie- und Menschenrechtsbildung, interkulturelles Lernen, Welterbe-Bildung, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Global Citizenship Education sowie die Auseinandersetzung mit Chancen und Risiken des digitalen Zeitalters. Zur „Demokratiebildung in einer Welt der Umbrüche“ haben die UNESCO-Projektschulen mit der Fachtagung 2019 und ihrem UNESCO-Projekttag 2020 einen besonderen Schwerpunkt gebildet.

Kontakt