Berichte

Herz, Hand und Kopf – Internationale Verständigung durch Schüler- und Jugendaustausch

Informationsreise für deutsche Bildungspolitikerinnen und -politiker nach Nizza
Herz, Hand und Kopf – Internationale Verständigung durch Schüler- und Jugendaustausch
Austauschteilnehmerinnen und -teilnehmer berichten von ihren Erfahrungen

Der Einladung des Deutschen Youth for Understanding Komitees (YFU) zur Informationsreise vom 30. März und 3. April 2019 waren zwölf Bildungspolitiker*innen aus zehn deutschen Bundesländern ins französische Nizza gefolgt. Sie informierten sich über die Wirkung von internationalem Austausch und diskutierten mit Expert*innen wie Prof. Dr. John Erpenbeck und Heike Abt, welche Zugangsmöglichkeiten jungen Menschen heute für internationalen Austausch offen stehen - und wo es noch Hemmnisse gibt.

So berichteten ehemalige Teilnehmer*innen etwa einer Berufsschule von ihren Erfahrungen bei verschiedenen Austauschformaten, Lehrkräfte sprachen über eigene Austauscherlebnisse an Schulen in einem fremden Land und Mitarbeiter*innen von Organisationen und Einrichtungen stellten ihre Arbeit vor.

Teilnehmende der Inforeise erleben mobiklasse-Sprachanimation hautnah

Neben dem Besuch in einer Berufsschule stand auch die praktische Erfahrung bei einer deutsch-französischen Sprachanimation mit dem Mobiklasse-Lektor Sebastian Nerger in einer Schule auf dem Programm. Ein Großteil der Diskussionen fand jedoch im Centre Culturel Franco-Allemand in Nizza statt, das seit längerem Ort für den Austausch deutscher und französischer Jugendliche ist.

Heike Abt spricht zu Wirkungen von internationalem Schüler- und Jugendaustausch

Ziel der Reise war es, das gesellschaftspolitische Potenzial des internationalen Schüler- und Jugendaustausches aus erster Hand erlebbar zu machen: Wie wirkt Schüler- und Jugendaustausch? Wie können noch mehr junge Menschen teilnehmen, vor allem diejenigen, die sich eine Teilnahme an einer Austauschbegegnung erst einmal nicht vorstellen könnten? Welche politischen Veränderungen sind notwendig und wie können deutsche Bildungspolitiker die Fach- und Förderstellen dabei unterstützen?

"Wir möchten einen Beitrag zum partei-, länder- und ressortübergreifenden Dialog zwischen politischen Entscheidungsträger*innen und zivilgesellschaftlichen Akteuren leisten und gemeinsam darauf hinarbeiten, pädagogisch begleiteten Austausch für Schüler*innen und Jugendliche aus allen gesellschaftlichen Milieus zugänglich machen", sagte Knut Möller, Geschäftsführer von YFU.

Vorstellung "Austausch macht Schule"

Bernd Böttcher, Projektkoordinator bei "Austausch macht Schule", gab den Teilnehmenden einen Überblick über die Förderlandschaft. Anschließend wurden die Möglichkeiten von schulisch-außerschulischer Zusammenarbeit beim internationalen Austausch diskutiert.

"Internationaler Schüler- und Jugendaustausch soll ein selbstverständlicher Bestandteil der schulischen Bildung an allen Schulen sein und damit einen Beitrag zur Vorbereitung junger Menschen auf das Leben in einer globalisierten Welt leisten", fasste er die Vision von "Austausch macht Schule" zusammen.

Gefördert von der Robert Bosch Stiftung und mit Unterstützung durch den Pädagogischen Austauschdienst des Sekretariats der Kultusministerkonferenz hat YFU diese Informationsreise für politische Entscheidungsträger*innen veranstaltet, um Abgeordneten in den Länderparlamenten sich jenseits des politischen Tagesgeschäfts mit dieser Form internationaler Bildung zu beschäftigen.

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