Unser Auftrag: Neue Horizonte öffnen
Unser Auftrag: Internationale Erfahrungen für alle ermöglichen
Internationale Austausch- und Begegnungserfahrungen sind ein wichtiger Bestandteil moderner Bildung. Sie fördern interkulturelles Lernen, stärken demokratische Kompetenzen und befähigen junge Menschen, sich in einer kulturell vielfältigen und global vernetzten Welt zu orientieren. Auf europäischer, bundes- und landespolitischer Ebene besteht daher ein breiter Konsens, dass internationale Bildungs- und Austauscherfahrungen allen jungen Menschen offenstehen sollen.
Gleichzeitig zeigt die Praxis, dass Zugänge zu internationalem Austausch bislang ungleich verteilt sind. Soziale Herkunft, Schulform oder strukturelle Rahmenbedingungen beeinflussen maßgeblich, wer an Austauschprogrammen teilnimmt. Bildungsgerechtigkeit im internationalen Austausch herzustellen bedeutet deshalb, internationale Erfahrungen systematisch für alle jungen Menschen zu ermöglichen.
Hier setzt der Auftrag der Initiative „Austausch macht Schule“ an. Sie wirkt darauf hin, internationale Austauschformate als selbstverständlichen Bestandteil schulischer und außerschulischer Bildung zu verankern und bestehende Zugangsbarrieren abzubauen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Zusammenarbeit von Schule und internationaler Jugendarbeit, da beide gemeinsam das Potenzial haben, mehr junge Menschen zu erreichen und Teilhabechancen zu verbessern.
Die Initiative versteht sich als Plattform für fachlichen Austausch, Vernetzung und gemeinsame politische Impulse. Sie bündelt Expertise, macht Herausforderungen und gute Praxis sichtbar und trägt dazu bei, politische und strukturelle Rahmenbedingungen für internationalen Jugend- und Schulaustausch weiterzuentwickeln. Ziel ist es, internationale Bildung langfristig zu stärken und ihre Wirkung für gesellschaftlichen Zusammenhalt und Demokratiebildung zu sichern.
Ansatz und Wirkweise
Die Initiative „Austausch macht Schule“ setzt ihren Auftrag im Einklang mit bildungs- und jugendpolitischen Zielsetzungen auf europäischer, bundes- und landespolitischer Ebene um. Internationale Austausch- und Begegnungsangebote werden dort als notwendiger Bestandteil moderner Bildung verstanden und sollen allen jungen Menschen offenstehen.
Um diesen Anspruch zu unterstützen, bündelt die Initiative die fachliche Expertise ihrer Träger und bringt unterschiedliche Perspektiven aus internationaler Jugendarbeit, Schule und Bildungspolitik zusammen. Sie wirkt darauf hin, internationalen Jugend- und Schulaustausch als Querschnittsthema auf politischer Ebene sichtbar zu machen und die strukturellen Voraussetzungen für mehr Teilhabe und Verankerung weiterzuentwickeln.
Das Transferbüro der Initiative fungiert dabei als koordinierende Schnittstelle. Es vernetzt Akteure aus internationaler Jugendarbeit, Schule, Verwaltung und Politik, bereitet Informationen auf, unterstützt den fachlichen Austausch und trägt zur gemeinsamen Positionierung der Initiative bei. Eigene Austauschmaßnahmen führt „Austausch macht Schule“ nicht durch.
Die Initiative wirkt auf unterschiedlichen Ebenen. Sie gibt politische Impulse, ermöglicht fachlichen Austausch und unterstützt Akteure in der Praxis.
Politik und Rahmenbedingungen
Auf der Politikebene wirkt die Initiative „Austausch macht Schule“ darauf hin, internationalen Jugend- und Schulaustausch als selbstverständlichen Bestandteil von Bildung und Jugendhilfe zu verankern. Sie knüpft dabei an bestehende bildungs- und jugendpolitische Beschlüsse auf europäischer, bundes- und landespolitischer Ebene an und unterstützt deren Umsetzung durch fachliche Einordnung und politische Impulse.
Die Initiative bringt Akteure aus Politik, Verwaltung und Praxis miteinander ins Gespräch und macht sichtbar, welche Bedeutung internationale Austausch- und Begegnungsangebote für Bildungsgerechtigkeit, demokratische Bildung und gesellschaftlichen Zusammenhalt haben. Ziel ist es, Austausch als Querschnittsthema in bildungs- und jugendpolitischen Debatten zu stärken und die Weiterentwicklung geeigneter Rahmenbedingungen zu unterstützen.
Dazu organisiert „Austausch macht Schule“ Dialog- und Austauschformate, bereitet praxisnahe Beispiele und fachliche Einschätzungen auf und berät politische Entscheider:innen zu Fragen der strukturellen Verankerung, Koordinierung und Förderung internationalen Austauschs – insbesondere im schulischen Bereich.
Praxis und Kooperation
Auf der Praxisebene unterstützt die Initiative „Austausch macht Schule“ Akteure aus Schule und internationaler Jugendarbeit dabei, internationale Austausch- und Begegnungsangebote zugänglich, anschlussfähig und nachhaltig zu gestalten. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie internationale Erfahrungen mehr junge Menschen erreichen und als Teil schulischer und außerschulischer Bildung wirksam werden können.
Die Initiative fördert insbesondere die Zusammenarbeit von Schule und Jugendarbeit. Diese Kooperation eröffnet neue Zugänge, entlastet Lehrkräfte, verbindet unterschiedliche pädagogische Kompetenzen und trägt dazu bei, internationalen Austausch stärker im Schulalltag und in lokalen Bildungslandschaften zu verankern – auch jenseits etablierter Austauschformate.
„Austausch macht Schule“ wirkt auf der Praxisebene vor allem durch Vernetzung, fachliche Orientierung und Impulse zur Weiterentwicklung. Sie bringt Akteure zusammen, macht Beispiele guter Praxis sichtbar, greift Erfahrungen aus Modellvorhaben auf und leitet daraus Anregungen für die Weiterentwicklung internationaler Bildungsangebote ab. Eigene Projekte führt die Initiative nicht durch, sondern unterstützt Praxisakteure bei der Erschließung bestehender Strukturen und Möglichkeiten.
Fachaustausch und Vernetzung
Auf der Fachebene stärkt die Initiative „Austausch macht Schule“ den kontinuierlichen Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Fach- und Förderstellen der internationalen Jugendarbeit sowie weiteren Akteuren aus dem Feld internationaler Bildung. Ziel ist es, fachliche Expertise zu bündeln, gemeinsame Fragestellungen zu bearbeiten und die Qualität internationaler Austausch- und Begegnungsangebote weiterzuentwickeln.
Die Initiative bietet hierfür eine Plattform für Informations- und Erfahrungsaustausch, kollegiale Beratung und gemeinsame fachliche Reflexion. Sie greift aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Erkenntnisse aus Praxis, Forschung und Politik auf und macht sie für die Fachöffentlichkeit nutzbar.
Durch die Entwicklung und Abstimmung gemeinsamer fachlicher Positionen leistet „Austausch macht Schule“ Beiträge zum fachlichen Diskurs und unterstützt die Weiterentwicklung von Ansätzen, die mehr Teilhabe und Bildungsgerechtigkeit im internationalen Jugend- und Schulaustausch ermöglichen.