Deutsch-Polnischer Jugendpreis würdigt Projekte, die vor Ort etwas bewegen

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Preisverleihung in Berlin im Jahre des 35-jährigen Bestehens des Deutsch-Polnischen Jugendwerks
Gruppenfoto der Teilnehmenden und Ausgezeichneten des Deutsch-Polnischen Jugendpreises 2026.

Junge Menschen, die bei einer Austauschbegegnung kreative Ideen entwickeln, Verantwortung übernehmen und ihr Umfeld aktiv mitgestalten: Dafür wurden am Donnerstag, 18. Juni, in Berlin die Gewinnerinnen und Gewinner des 8. Deutsch-Polnischen Jugendpreises ausgezeichnet. 

Der vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk (DPJW) ausgeschriebene Wettbewerb stand unter dem Motto „Jugend lokal: genial!“ und würdigte Projekte, die gesellschaftliches Engagement mit internationaler Zusammenarbeit verbinden.

Inklusion, Begegnung und Kreativität mit dem ersten Platz ausgezeichnet

Den ersten Platz erhielt das Projekt „He(art) – Lernen wir uns durch Herz und Kunst kennen“ von Jugendlichen aus Oldenburg, Lublin, Łódź und Kyjiw. Gemeinsam setzten sie sich mit Inklusion, Wahrnehmung und Teilhabe auseinander. Sie lernten Polnische Gebärdensprache, erkundeten ihre Umgebung im Rollstuhl und entwickelten zusammen mit Menschen mit Behinderungen künstlerische Projekte.

Zwei zweite Plätze für grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Jugendliche führen ein Musik- und Performanceprogramm auf der Bühne auf.

Aufgrund der hohen Qualität der eingereichten Projekte vergab die Jury in diesem Jahr zwei zweite Plätze.

Ausgezeichnet wurde das Projekt „Learn – Share – Care: Vereint über Grenzen hinweg“ von Jugendlichen aus Bad Oldesloe, Poznań und Rustavi. Die Teilnehmenden organisierten Begegnungen in Deutschland, Polen und Georgien und entwickelten gemeinsam ein Kochbuch in fünf Sprachen.

Einen weiteren zweiten Platz erhielt das Projekt „Lokal gekocht, sozial geschenkt“ von Jugendlichen aus Oberfranken und Tumlin-Wykień. Aus gespendeten Lebensmitteln bereiteten sie Mahlzeiten für bedürftige Menschen zu und machten Begegnungen zwischen unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen möglich.

Jugendliche gestalten ihre Umgebung aktiv mit

Insgesamt erreichten neun Projekte die Finalrunde. Gesucht waren Vorhaben, mit denen sich junge Menschen ehrenamtlich für ihr lokales Umfeld einsetzen. Erstmals entwickelten, planten und realisierten die Jugendlichen ihre Projekte eigenständig.

Die DPJW-Geschäftsführenden Stephan Erb und Małgorzata Bochwic-Ivanovska auf der Bühne.

„Die ausgezeichneten Projekte zeigen, wie kreativ und verantwortungsvoll Jugendliche ihre Umgebung mitgestalten können. Aus guten Ideen sind konkrete Projekte entstanden, die vor Ort etwas bewegt haben“, sagte DPJW-Geschäftsführer Stephan Erb.

„Die jungen Menschen haben nicht nur Herausforderungen erkannt, sondern gemeinsam gehandelt. Sie haben Brücken gebaut und gezeigt, wie viel man mit Engagement und Teamarbeit erreichen kann“, sagte Małgorzata Bochwic-Ivanovska, polnische Geschäftsführerin des DPJW.

35 Jahre Deutsch-Polnisches Jugendwerk

Die Preisverleihung fand in einem besonderen Jahr statt: Das Deutsch-Polnische Jugendwerk feiert 2026 sein 35-jähriges Bestehen. Gegründet auf Grundlage des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrags vom 17. Juni 1991, fördert das DPJW Begegnungen zwischen jungen Menschen aus Deutschland und Polen. Bei Veranstaltungen in Berlin und Warschau wurde das Ereignis gewürdigt.

Heute unterstützt die Internationale Organisation mit Sitzen in Potsdam und Warschau deuthsch-polnische Jugendbegegnungen, Schulpartnerschaften und trilaterale Projekte sowie Programme in den Bereichen Berufsorientierung, Geschichts- und Erinnerungsarbeit, MINT-Bildung und internationale Zusammenarbeit.

Seit seiner Gründung hat das DPJW Begegnungen für mehr als 3,3 Millionen Teilnehmende ermöglicht.

Austausch schafft Zukunft

Die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger zeigen, dass Idee und Auftrag des Deutsch-Polnischen Jugendwerks auch 35 Jahre nach seiner Gründung nichts von ihrer Aktualität verloren haben. Internationale Begegnungen ermöglichen jungen Menschen, Verantwortung zu übernehmen, Perspektiven zu wechseln und gemeinsam Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen zu entwickeln.