Schüleraustausch in der Berufsschule

Untertitel
Internationaler Schulaustausch ist auch für Auszubildende ein Gewinn
Freiwillige berufliche Praktika

In der Berufsbildung stellen Auslandsaufenthalte immer noch die Ausnahme dar. Dabei sind Auslandserfahrungen gerade hier von besonderer Bedeutung: Die Auszubildenden verbessern nicht nur ihre Fremdsprachenkenntnis, sondern bringen auch neue Impulse, Arbeitsmethoden und -techniken mit ins heimische Unternehmen. Außerdem ist das Auslandspraktikum ein gutes Argument im Wettlauf um geeigneten Nachwuchs, mit dem Ausbildungsbetriebe für sich werben können.

Austauschprogramme für Schüler*innen an berufsbildenden Schulen sind aber auch deshalb besonders schwer zu organisieren, weil sich die Berufsbildungssysteme in den meisten anderen europäischen Ländern grundlegend vom deutschen dualen System unterscheiden: In Deutschland spielt der Ausbildungsbetrieb die zentrale Rolle, während die Berufsschule nicht nur vom zeitlichen Umfang her, sondern auch rechtlich nachgeordnet ist. In den meisten anderen europäischen Ländern hingegen ist die berufliche Einstiegsqualifikation vollschulisch organisiert. Der praktische Unterricht wird lediglich in Form kürzerer Praktika durchgeführt.

Selbst wenn viele junge Menschen ein großes Interesse an einem Auslandsaufenthalt haben, ist die Hürde, diesen individuell und für sich selbst zu organisieren, doch sehr hoch. Deshalb hat die Berufsschule eine besondere Bedeutung dabei, Auslandserfahrungen für junge Menschen am Beginn ihrer Berufslaufbahn zu ermöglichen.