Methodenseminar für Lehrkräfte: Geschichte vermitteln an Erinnerungsorten
Die Vergangenheit verstehen, die Gegenwart gestalten, Verantwortung für die Zukunft übernehmen!
Deutsch-polnisches Seminar zur historisch-politischen Bildung und zu Jugendbegegnungen und Schulaustauschen in Danzig
Das Deutsch-Polnisches Jugendwerk (DPJW) lädt Lehrkräfte aus Deutschland und Polen zu einem Methodenseminar für geschichtsbezogene Projekte ein. Im Mittelpunkt steht die Arbeit an Erinnerungsorten des Zweiten Weltkriegs sowie die Entwicklung deutsch-polnischer Jugendbegegnungen in der historischen, politischen und interkulturellen Bildung.
Das Seminar richtet sich an Lehrkräfte, die internationale Austauschprojekte planen oder ihre pädagogische Arbeit im Bereich historisch-politischer Bildung weiterentwickeln möchten.
Termine und Veranstaltungsort
- 16. September 2026: Online-Vorbereitung (ca. 2 Stunden)
- 21.–24. September 2026: Präsenzseminar
- Ort: Danzig (Gdańsk), Polen
Anmeldeschluss: 15. Mai 2026
Worum geht es im Seminar?
Gesellschaftliche Polarisierung, Desinformation und Hassrede stellen Schulen und Bildungsarbeit zunehmend vor neue Herausforderungen. Die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und dem Zweiten Weltkrieg kann Jugendlichen helfen, Mechanismen von Propaganda, Stereotypisierung und Manipulation zu erkennen und kritisch zu hinterfragen.
Das Seminar vermittelt Methoden, wie diese Themen in internationalen Jugendbegegnungen und schulischen Austauschprojekten aufgegriffen werden können.
Inhalte und Programmschwerpunkte
Während des Seminars:
- lernen die Teilnehmenden pädagogische Ansätze für Projekte an Gedenkstätten und Erinnerungsorten kennen
- besuchen sie das ehemalige Konzentrationslager Stutthof und erhalten Einblick in die Bildungsarbeit der Gedenkstätte
- diskutieren sie aktuelle Formen von Propaganda und Hassrede
- entwickeln sie eigene Ideen für deutsch-polnische Austauschprojekte
- tauschen sie Erfahrungen mit Lehrkräften und Fachkräften aus beiden Ländern aus
Zentrale Fragen des Seminars
Gemeinsam wird unter anderem diskutiert:
- Wie nehmen Jugendliche in Deutschland und Polen heute den Nationalsozialismus und den Zweiten Weltkrieg wahr?
- Welche Rolle spielen Gedenkstätten in einer Zeit ohne Zeitzeuginnen und Zeitzeugen?
- Wie können schwierige Aspekte der Geschichte so behandelt werden, dass sie Dialog und Verständnis fördern?
- Wie lassen sich historische und aktuelle Formen von Propaganda in der Bildungsarbeit thematisieren?
Was bietet Ihnen das Seminar?
Teilnehmende erhalten:
- praxisnahe Methoden für historische und politische Bildung
- Unterstützung durch Fachkräfte aus Deutschland und Polen
- Raum für Austausch und Netzwerkbildung
- Impulse für internationale Schulpartnerschaften und Jugendbegegnungen
- Zeit zur Entwicklung eines eigenen deutsch-polnischen Austauschprojekts
Warum Danzig?
Danzig ist ein historisch bedeutender Ort europäischer Geschichte. 1939 begann hier der Zweite Weltkrieg. In der Region befindet sich auch das ehemalige Konzentrationslager Stutthof, eines der ersten und am längsten bestehenden Lager im besetzten Polen.
Heute ist Danzig zugleich eine lebendige europäische Stadt mit einer vielschichtigen Geschichte und starken kulturellen Traditionen. Die Auseinandersetzung mit Geschichte an authentischen Orten eröffnet neue Perspektiven für internationale Bildungsprojekte.
Organisatorisches
Seminarsprache: Deutsch und Polnisch
Die Veranstaltung wird simultan gedolmetscht.
Teilnahmebeitrag
- 80 Euro (Unterbringung im Doppelzimmer)
- 150 Euro (Unterbringung im Einzelzimmer)
Reisekosten
Das Deutsch-Polnische Jugendwerk erstattet anteilig Reisekosten gemäß den DPJW-Fördersätzen.
Anmeldung
Weitere Informationen und Anmeldung auf der Website des DPJW.
dpjw.org/die-vergangenheit-verstehen
Anmeldeschluss: 15. Mai 2026
„Bei Projekten im Schul- und Jugendaustausch spielt die Auseinandersetzung mit der gemeinsamen Geschichte oft eine wichtige Rolle, nicht selten werden auch Gedenkstätten im Rahmen von Begegnungen besucht. Am Beispiel der Angebote des DPJW soll gezeigt werden, wie der Gedenkstättenbesuch gelingend gestalten werden kann. “
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„Die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus hat auch 76 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs nicht an Bedeutung verloren. Viele Schulen und Jugendgruppen setzen bei internationalen Projekten und Begegnungen auf historische Themen. In unserem Dossier haben wir Beispiele für die methodische Begleitung und Förderprogramme zusammengestellt, mit denen diese Vorhaben unterstützt werden.“
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„In neuen Jahr startet Tandem, das Koordinierungszentrum Deutsch-Tschechischer Jugendaustausch, mit seinem dritten Schwerpunktthema. Ein Beitrag darüber, wen die Austauschorganisation damit anspricht und erreicht. Und wie Schulen von der Schwerpunktsetzung profitieren können. “
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