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PolenMobil

Mit dem PolenMobil quer durch Deutschland
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Schon bei der Fahrt auf dem Weg zur Schule und dann später auf dem Schulhof sorgt das PolenMobil mit seinen Beschriftungen für Aufsehen: „Cześć” („Hallo“), „Uwaga samochód” („Vorsicht, Auto“), „Proszę” („Bitte“) und „Dziękuję” („Danke“)!

Im Klassenraum breitet das Team des PolenMobils gleich eine große begehbare Landkarte, die Deutschland und Polen zeigt, auf dem Boden aus. Mit dieser nähern sich die Schüler/-innen in einer ersten spielerischen Aktion dem Nachbarland und erzählen, ob sie schon einmal dort waren.

An welche Zielgruppe richtet sich das PolenMobil?

Das PolenMobil fährt Schulen im ganzen Bundesgebiet an. Das PolenMobil besucht Kinder und Jugendliche aller Schularten und -formen ab der 3. Klassenstufe, die mehr über Land, Kultur und Sprache erfahren möchten.

Interessierte Lehrkräfte melden sich für einen Besuch an, und das Projektteam stellt anschließend eine regionale Tour zusammen. Dank zahlreicher Förderer – der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit, der F. C. Flick Stiftung gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Intoleranz und der Sanddorf-Stiftung – ist das Projekt für die Schulen sogar kostenlos.

Ziel ist es, bei möglichst vielen Schülerinnen und Schülern Interesse für das Nachbarland zu wecken, erste Brücken zu schlagen oder bestehende Kontakte nach Polen zu unterstützen.

Inhaltlich bietet das PolenMobil unterschiedliche Module an:

  • Grundmodul (zwei Unterrichtsstunden, 90 Minuten): Landeskunde und polnische Sprache – eine spielerische Einführung
  • Erweitertes Modul (vier Unterrichtsstunden, 180 Minuten): Landeskunde, Polnische Sprache, Geschichte und Interkulturelle Aspekte

Die Inhalte können den speziellen Wünschen der Schule angepasst werden.

Wie funktioniert das PolenMobil?

Das Team des PolenMobils besteht aus mehreren Sprachanimateurinnen bzw. –animateuren und zwei Mitarbeiterinnen des Deutschen Polen-Instituts in Darmstadt. Vor Ort sind meist zwei von ihnen im Einsatz.

Im ersten Projektjahr 2015/16 konnte das Team mit nur einem Auto für ganz Deutschland längst nicht alle interessierten Schulen anfahren. Seit dem vergangenen Schuljahr steht zum Glück ein zweites Fahrzeug zur Verfügung, so dass seit Oktober 2015 insgesamt rund 7.400 Schüler/-innen an 224 Schulen besucht werden konnten.

Sprachanimation, oder Ola = Aleksandra

Manchmal ist auch das Wort „Cześć” bekannt, und damit ist gleich ein Bogen zur Sprachanimation geschlagen: Spielerisch erfährt die Klasse, wie man sich auf Polnisch begrüßt und mit Namen vorstellen kann.

Für Erheiterung sorgt es, wenn die Schüler/-innen die polnische Version ihres jeweiligen Vornamens erfahren. Manchmal bekommen sie auch einen ganz anderen polnischen Vornamen verpasst und müssen sich anschließend mit denjenigen zusammenfinden, die unterschiedliche Versionen ein und desselben Namens gelost haben. Da ist die Überraschung jedes Mal groß, wenn sich „Ola” als Kurzform von „Aleksandra” entpuppt.

Im Laufe der nächsten 90 oder 180 Minuten werden die Schüler/-innen ihren polnischen Smalltalk noch um die Frage „Jak się masz?” („Wie geht es dir?”) erweitern, im Spiel die Antworten „Dobrze!” („Gut!“), „Jako tako!” („Geht so!“) und „Źle!“ („Schlecht!“) erproben und erfahren, dass deutsche und polnische Wörter gar nicht so verschieden sein müssen, wie beispielsweise „ratusz“, „garaż“ und „cytryna“ erahnen lassen.

Landeskunde mit Zwergen

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Die polnische Sprache ist jedoch nur ein Bestandteil der Workshops. Ebenso wichtig ist die interaktive und abwechslungsreiche Vermittlung von Landeskunde. Für die Grundschule mittels eines Puzzles, auf dem eine Landkarte Polens voller Bilder entsteht, die zeigt, dass es in Polen nicht nur auf dem Kopf stehende Häuser, sondern auch Zwerge und Drachen gibt. Beliebt ist auch der Koffer voller Gegenstände aus Polen, der je nach Altersstufe unter anderem einen Storch, Miniaturausgaben von berühmten Gebäuden wie dem Kulturpalast in Warschau oder auch eine Fahne mit dem Logo der „Solidarność“ enthält.

Beim PolenMobil ist für alle etwas dabei: Bei dem einen wurden endlich Klischees geklärt und Stereotype beseitigt, die andere plant bereits eine Fahrt in eine polnische Stadt, und die Lehrer/-innen konnten Inspirationen für ihren Unterricht mitnehmen. Lust auf mehr macht nicht zuletzt der Beutel voller krówki, den typischen polnischen Karamellbonbons, die von dem Team des PolenMobils mit einem „Proszę” und für ein „Dziękuję” verteilt werden. Und dann heißt es auf dem Schulhof auch schon wieder „Uwaga, samochód!“.

Das PolenMobil ist ein Projekt des Deutschen Polen-Instituts und der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit in Kooperation mit der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Brandenburg und dem Deutsch-Polnischen Jugendwerk.

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