Berichte

Living Diversity?

Theorie und Praxis diversitätsbewusster und partizipativer Bildungsarbeit im deutsch-israelischen Schüler- und Jugendaustausch“
Dr. Mendel (Bildungsstätte Anne Frank, Frankfurt) während Eröffnungsvortrag

Vom 7.-8. März 2018 veranstalteten ConAct – Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch und der Pädagogische Austauschdienst (PAD) des Sekretariats der Kultusministerkonferenz in Bonn ein zweitägiges Seminar für Lehr- und Fachkräfte im schulischen und außerschulischen Austausch zwischen Deutschland und Israel.

Unter dem Titel „Living Diversity? – Theorie und Praxis diversitätsbewusster und partizipativer Bildungsarbeit im deutsch-israelischen Schüler- und Jugendaustausch“ kamen etwa 40 Teilnehmende im Gustav-Stresemann-Institut zusammen, um sich zu Methoden und Inhalten im deutsch-israelischen Austausch weiterzubilden.

  • Welche Art von Austauschprojekten gibt es im Rahmen deutsch-israelischer Schüler- und Jugendbegegnungen?
  • Wie wird das Anliegen diversitätsbewusster und partizipativer Bildungsarbeit in schulischen und außerschulischen Austauschprojekten aufgegriffen?
  • Wie kann sich die Arbeit von Jugendarbeit und Schule ergänzen auch mit dem Ziel, neue Zielgruppen zu erreichen?

Dies waren nur einige Fragen, mit denen sich die Teilnehmenden im Rahmen verschiedener Vorträge, Workshops und Diskussionsrunden beschäftigten. Neben der inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Thema diversitätsbewusster und partizipativer Bildungsarbeit, bot sich den Teilnehmenden die Möglichkeit, sich über Strukturen von Jugendarbeit und Schule hinweg zu Erfahrungen in der deutsch-israelischen Bildungs- und Begegnungsarbeit auszutauschen.

„Für mich war es die erste Erfahrung der Zusammenarbeit und des Austausches zwischen schulischen und außerschulischen Kollegen“, so eine Teilnehmerin. „Diese Erfahrung würde ich gerne fortsetzen und vertiefen. Wir haben viele Schnittmengen identifiziert, können aber auch noch viel voneinander lernen.“

Besonders für das Zusammenspiel der unterschiedlichen Akteure im deutsch-israelischen Austausch auf regionaler Ebene konnte das Seminar Impulse setzen.

Eindrücke vom Seminar

teilnehmende Schulen und Träger der außerschulischen Jugendarbeit aus dem ganzen Bundesgebiet mit Kontakten nach Israel

Etwa 40 Schulen und Träger der außerschulischen Bildungsarbeit aus dem gesamten Bundesgebiet mit vielfältigen Austauschkontakten nach Israel nahmen an dem zweitägigen Seminar teil.

Dr. Meron Mendel von der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt eröffnete das Seminar mit einem einleitenden Vortrag zum Thema „Diversität und Vielfalt in Deutschland und Israel. Im Spannungsfeld zwischen Ideologie und Realität“.

Erfahrungsaustausch unter Schulen und Jugendarbeit

Der Erfahrungsaustausch war ein wichtiges Anliegen während des gemeinsamen Seminars von PAD und ConAct. In mehreren Workshops stellten Schulen und Träger der Jugendarbeit ihre deutsch-israelischen Austauschprojekte vor.

Warum nicht mal einen Kurzfilm drehen? In verschiedenen Workshops konnten neue Methoden für die eigenen Austauschprojekte ausprobiert und reflektiert werden.

Workshop Kurzfilm

Mehrere parallele Workshops boten den Teilnehmenden die Möglichkeit, sich zu Themen im deutsch-israelischen Austausch weiterzubilden, so im Workshop von Ahmet Sinoplu zum Thema „Diversitätsbewusste Bildungsarbeit in Jugendarbeit und Schule – Einblicke in Theorie und Praxis“.

Workshop mit Ahmet Sinoplu zu "Diversitätsbewusste Bildungsarbeit in Jugendarbeit und Schule"

ConAct und PAD sind Träger der Initiative „Austausch macht Schule“. Ein zentrales Anliegen der Initiative ist es, die Kooperation von Schulen und Trägern der außerschulischen Jugendarbeit zu fördern. Mit der Durchführung eines ersten gemeinsamen Seminars möchten ConAct und der PAD dieses Anliegen aufgreifen und einen Beitrag zur engeren Vernetzung der Strukturen im deutsch-israelischen Kontext leisten.

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