Zugangsstudie „Warum nicht?"

Untertitel
Studie zum Internationalen Jugendaustausch: Zugänge und Barrieren
Partner des Forschungsprojektes stellen erste Ergebnisse vor (11. September 2018, Robert Bosch Stiftung Berlin)

Auslandserfahrungen sollten selbstverständlicher Bestandteil des Werdegangs eines jeden jungen Menschen werden. Aber viele Gruppen – z.B. Haupt-, Real- und Berufsschülerinnen und -schüler, Jugend­liche mit Migrationshintergrund sowie Jugendliche aus bildungsfernen Familien – sind im internatio­nalen Austausch deutlich unterrepräsentiert.

Auch wenn internationale Jugendbegegnungen und ähnliche Programme bereits Gegenstand zahlreicher Forschungsarbeiten waren, liegen bis heute aus Deutschland keine gesicherten Daten dazu vor.

Das Forschungsprojekt

Forschungsprojekt „Warum nicht? Studie zum Internationalen Jugendaustausch: Zugänge und Barrieren“ (Zugangsstudie)

Das Forschungsprojekt „Warum nicht? Studie zum Internationalen Jugendaustausch: Zugänge und Barrieren“ will diese Datenlücken schließen und von 2016 bis 2018 Daten und Erkenntnisse liefern,

  • wie hoch der Anteil der Jugendlichen tatsächlich ist, die an internationalen Austauschmaßnahmen teilnehmen,
  • welche Jugendlichen vom Angebot nicht erreicht werden,
  • welche Faktoren ihre Entscheidung beeinflussen
  • und welche Hürden es gibt.

Darauf aufbauend sollen Handlungsempfehlungen für den Abbau von Mobilitätshemmnissen formuliert werden, um möglichst vielen Jugendlichen den Zugang zu internationalen Austauschmaßnahmen zu ermöglichen.

Die Hemmnisse für die Teilnahme an internationalen Austauschmaßnahmen sind vielfältig. Sie können u.a. psychologischer, ökonomischer, struktureller, gesellschaftlicher oder politischer Natur sein. Deswegen kooperieren mehrere Forschungspartner, die die Forschungsfragen aus unterschiedlichen Perspektiven und mit verschiedenen Methoden bearbeiten.

Die gedruckte Version des Projektfaltblatts (Download s.u.) kann bei transfer e.V. angefordert werden.

Forschungselemente

Die Studie besteht aus mehreren Forschungselementen:

  • Analyse vorliegender Studien zu bisher unterrepräsentierten Gruppen sowie Tiefen-Interviews mit Jugendlichen, die bisher nicht an internationalen Programmen teilgenommen haben:
    Institut für Kooperationsmanagement (IKO) (Regensburg, Prof. Dr. Alexander Thomas und Dipl.-Psych. Heike Abt)
  • Repräsentativbefragung Jugendlicher zur Teilnahme an internationalen Austauschmaßnahmen:
    SINUS-Institut Heidelberg (Dr. Silke Borgstedt)
  • Qualitative Interviews mit Expertinnen und Experten, vorrangig zu strukturellen Bedingungen
    Technische Hochschule Köln (Prof. Dr. Andreas Thimmel)
  • Panel-Befragung und Sonderauswertung bereits vorliegender Fragebögen im Rahmen des
    Forschungsprojekts Freizeitenevaluation („Evaluation Internationaler Jugendbegegnungen“, Dr. Wolfgang Ilg und Judith Dubiski)

Partner

Träger und Koordinator des Projekts ist transfer e.V. als Geschäftsstelle von Forschung und Praxis im Dialog (FPD).

Das Projekt wird von einem Expertenbeirat begleitet, in dem Träger und Unterstützungsstellen der Internationalen Jugendarbeit vertreten sind.

Das Projekt wird gefördert von der Robert Bosch Stiftung und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.