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Wie war's?

i-EVAL – die Online-Plattform zur Evaluation internationaler Jugendbegegnungen
  i-EVAL Evaluieren leichtgemacht: Relaunch der Online-Plattform i-EVAL

Was haben die Jugendlichen aus unserer Jugendbegegnung mitgenommen? Wie sah das im Partnerland aus? Haben wir unsere Ziele erreicht? Was können wir besser machen? Eine internationale Aktivität systematisch zu evaluieren ist für die Organisatoren von Austauschbegegnungen hilfreich und wichtig. Mit dem Relaunch von i-EVAL – dem Online-Evaluierungsinstrument für Angebote der non-formalen Bildung – geht das nun kinderleicht.

Einfache Bedienung, ansprechendes Layout und neue Funktionen ermöglichen die unkomplizierte Selbst-Evaluation von Jugendbegegnungen, Kinder- und Jugendfreizeiten, Fachkräfteveranstaltungen und – ganz neu – Konfirmandenarbeit. Der neue Prototyp mitsamt seinen Adaptionen wurde am 2. Juni 2021 im Rahmen einer IJAB-Fachveranstaltung vor über 75 haupt- und ehrenamtlich Aktiven in der Kinder- und Jugendhilfe offiziell vorgestellt.

»Austausch macht Schule« ist Partner im Projekt. Bis 2022 sollen auch explizit schulische Veranstaltungen mit iEVAL auszuwerten sein.

Was ist i-EVAL?

Digital, kostenfrei und nun in sieben Sprachen verfügbar, stellt die Plattform www.i-eval.eu ein praktisches Instrument zur anonymen Auswertung von Schulaustauschen, Jugendbegegnungen und Fachveranstaltungen dar. i-EVAL ist maßgeschneidert auf die Anforderungen der nationalen und internationalen Jugendarbeit und wissenschaftlich fundiert. Entwickelt wurde sie ab den 1990er Jahren als ein eigenes Evaluationsinstrument, bis heute erfolgt eine stetige Weiterentwicklung und Anpassung an die aktuellen Gegebenheiten.

Mit dem aktuellen Relaunch von i-EVAL stehen ab sofort drei Plattformen mit einem frischen, modernen Layout und neue, nutzer*innenfreundliche Funktionen zur Verfügung:

Für i-EVAL Jugendbegegnungen gibt es darüber hinaus zwei weitere Neuheiten:

  • Die Anwendung der Fragebögen von i-EVAL Jugendbegegnungen wird zukünftig noch attraktiver durch ein zusätzliches Modul zur Erinnerungs- und Versöhnungsarbeit. Damit lässt sich mehr darüber erfahren, ob beteiligte Jugendliche und Fachkräfte durch entsprechende Angebote der Träger in einen stärkeren Diskurs über Politik, Geschichte, die eigene Identität und Lifestyle treten.
  • Mit Hebräisch und Griechisch stehen bereits jetzt zwei weitere Sprachversionen von i-EVAL Jugendbegegnungen zur Verfügung. Allerdings braucht es eine ausreichend große Zahl an deutsch-griechischen und deutsch-israelischen Jugendbegegnungen, um eine Grundlagenstudie durchzuführen. Daraus können schließlich Fragebögen in den genannten Sprachversionen abgeleitet werden.

Um i-EVAL in der Trägerlandschaft bekannter zu machen sollen zeitnah kurze Erklärvideos entstehen. Wer zu Neuentwicklungen rund um i-EVAL auf dem Laufenden gehalten will, kann sich für den kostenlosen Newsletter unter https://freizeitenevaluation.de/service/newsletter/

Was leistet die Plattform?

  • Wie gefiel den Teilnehmenden einer Begegnung das Programm?
  • Fühlten sie sich genügend eingebunden in die Projektgestaltung?
  • Gab es Ziele der Organisatoren, die nicht vollständig erreicht wurden, und was kam bei den Teilnehmenden besonders gut an?

Viele Lehrerinnen und Lehrer stellen sich diese Fragen am Ende einer Begegnung, und viele stellen sie auch ihren Schüler*innen – denn eine Evaluation gehört zu jeder guten Begegnung dazu. Eine anonyme Befragung zum Ende eines internationalen Austauschprojektes hilft nicht nur, ehrliche Einschätzungen zu gewinnen, sondern vor allem auch kommende Begegnungen (noch) besser zu gestalten. i-EVAL macht das Ganze spielend einfach – und liefert nebenbei wichtige wissenschaftliche Daten für die Forschung zur Wirkung internationaler Austauschprojekte.

Wie funktioniert eine Evaluation mit i-EVAL?

Nach einer kostenfreien Registrierung stellt die Plattform wissenschaftlich entwickelte Fragebögen zur Verfügung. Diese weisen je nach angewähltem Begegnungstyp (u.a. trilateral, Jugendbegegnung im Kultur- oder im berufsbildenden Bereich) unterschiedliche Fragensets auf, die zusätzlich um eigene Fragen ergänzt werden können. Das System sowie die Fragebögen sind derzeit in den sieben Sprachen Deutsch, Englisch, Polnisch, Französisch, Hebräisch, Griechisch und Ukrainisch verfügbar.

Die Umfrage wird per Mail oder durch Einscannen eines QR-Codes den Teilnehmenden zur Verfügung gestellt. Diese beantworten den Fragebogen in ihrer präferierten Sprache entweder am Computer, Smartphone oder einem anderen internetfähigen Gerät. So können internationale Austausche ganz einfach mit der Gesamtgruppe aus allen Ländern ausgewertet werden. Das Organisatoren- bzw. Trainerteam kann ebenfalls an der Evaluation teilnehmen und so seine Eindrücke aus der Leitungsperspektive mit in die Auswertung einbringen und eigene Zielsetzungen überprüfen.

Auswertungs- und Darstellungsmöglichkeiten

Als direkte Beteiligte sehen und erleben die organisierenden Lehrkräfte natürlich, welche Wirkungen die Teilnahme an einem Schulaustausch für Kinder und Jugendliche haben. Eine große Herausforderung ist jedoch, diese Wirkungen auch sichtbar zu machen und darzustellen. Hier hilft i-EVAL: Nach Abschluss der Evaluation werden die Ergebnisse automatisch ausgewertet und in Form von Tabellen und Grafiken ausgegeben. Diese können in verschiedenen Dateiformaten (pdf, csv, XLSX) als Kompaktauswertung oder als detaillierte Dokumentation mit allen einzelnen Fragen heruntergeladen werden. Die Grafiken lassen sich auch einzeln abspeichern und beispielsweise im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit nutzen.

Vor allem erhalten Austauschorganisator*innen so schnell und ohne großen Aufwand stichhaltige Argumente, um Entscheider und Stakeholder wie Schulträger, Schulleitungen, Kolleg*innen und Eltern von der Bedeutung des Lernorts Austausch zu überzeugen. Schulen und Organisationen, die regelmäßig Schüleraustausche oder Jugendbegegnungen durchführen, können die Ergebnisse mehrerer Begegnungen in einer Zusammenfassung auswerten und damit beispielsweise Jahresvergleiche erstellen und wiederkehrende Kritik sowie die eigenen Stärken leichter ermitteln.

Wissenschaftlich fundierte Fragebögen speziell für die Anwendung im schulischen Austausch sollen bis Mitte 2022 erstellt werden. Bis dahin sind die Fragebögen für den Jugendaustausch anwendbar. Da diese weitestgehend individualisiert werden können, können Lehrerinnen und Lehrer sie an die spezifischen Bedürfnisse eines Schüleraustausches anpassen.

Zu Forschungszwecken sowie zur Einsicht durch eventuelle Förderer kann man der anonymen Weitergabe der eigenen Evaluationsergebnisse zustimmen. Diese Zustimmung ist absolut freiwillig. Die Nutzung von iEVAL ist auch ohne diese Weitergabe möglich!

Relaunch der etablierten Evaluations-Tools

Die 2020-21 erfolgte Neuprogrammierung und der Relaunch der Online-Plattform i-EVAL durch die enge Zusammenarbeit von neun Kooperationspartnern:

Die finanzielle Förderung erfolgte u.a. durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Projektpartner

www.i-eval.eu ist ein Internetangebot von IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V., das durch das Deutsch-Französische Jugendwerk und das Deutsch-Polnische Jugendwerk mit Unterstützung von IJAB und dem Projekt Freizeitenevaluation entwickelt und finanziert wurde.

Weitere Informationen finden sich unter www.i-eval.eu/de/page/informationen

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